Verification of Payee: Ein neuer Standard für sichere Transaktionen

Verification of Payee: Ein neuer Standard für sichere Transaktionen

Fehlüberweisungen, gefälschte Kontodaten und Social-Engineering-Angriffe verursachen jedes Jahr erhebliche finanzielle Schäden. Gleichzeitig wächst der Druck auf Banken, Zahlungen immer schneller und digitaler abzuwickeln. Effizienz allein reicht nicht mehr – Sicherheit ist entscheidend, um Risiken zu senken und Vertrauen zu sichern.

Die Anforderungen an Transparenz und Schutz im Zahlungsverkehr steigen daher kontinuierlich. Grund dafür sind immer raffiniertere Betrugsversuche und strengere regulatorische Vorgaben. Um diesen Risiken zu begegnen, gilt innerhalb der EU seit dem 9. Oktober 2025 ein verpflichtender Standard: Verification of Payee (VoP).

Was ist Verification of Payee?

Verification of Payee ist ein Mechanismus, der vor der Ausführung einer Zahlung prüft, ob der Name des Empfängers mit dem hinterlegten Kontoinhaber zur IBAN übereinstimmt. Ziel ist es, Fehlüberweisungen zu vermeiden und Betrug, etwa durch gefälschte Rechnungen oder manipulierte Kontodaten, frühzeitig zu erkennen. Zahlungsdienstleister (Payment Service Providers, PSPs) sind seit dem 0. Oktober 2025 verpflichtet, Zahler:innen vor der Autorisierung einer Überweisung einen VoP-Dienst zur Empfängerüberprüfung bereitzustellen.

Die VoP-Verpflichtung ist Bestandteil der EU-Verordnung über Echtzeitüberweisungen (Instant Payments Regulation, IPR), die am 13. März 2024 vom Europäischen Parlament und dem Rat verabschiedet wurde. Wichtig ist: Die Pflicht zur VoP gilt nicht nur für Echtzeitüberweisungen, sondern für alle SEPA-Überweisungen.

Warum ist VoP so wichtig?

Die Verification of Payee spielt eine zentrale Rolle bei der Absicherung elektronischer Zahlungen. Sie stellt sicher, dass der Name des Zahlungsempfängers mit dem hinterlegten Kontoinhaber übereinstimmt, bevor eine Transaktion freigegeben wird. Dadurch lassen sich Fehlüberweisungen und betrügerische Aktivitäten deutlich reduzieren. Gerade in Zeiten zunehmender digitaler Angriffe und komplexer Zahlungsströme bietet VoP eine wirksame Schutzmaßnahme, um Vertrauen und Sicherheit im Zahlungsverkehr nachhaltig zu stärken.

Ziel der Regelung ist es, das Betrugsrisiko bei Zahlungstransaktionen zu minimieren, die Sicherheit im Zahlungsverkehr zu erhöhen und das Vertrauen in Echtzeitüberweisungen zu stärken. Wird eine Überweisung trotz eines Warnhinweises des PSPs zu einem fehlerhaften Identifikator autorisiert, trägt der Zahler bzw. die Zahlerin die Haftung für die Zahlung an einen unbeabsichtigten Empfänger.

Fazit: Mehr Sicherheit, mehr Verantwortung

Mit der Einführung von Verification of Payee ab dem 9. Oktober 2025 setzt die EU ein klares Zeichen für mehr Sicherheit und Transparenz im Zahlungsverkehr. Der neue Standard hilft dabei, Fehlüberweisungen und Betrugsversuche deutlich zu reduzieren und stärkt das Vertrauen in digitale Zahlungssysteme – insbesondere bei Echtzeitüberweisungen.

Gleichzeitig bringt VoP auch eine neue Verantwortung für Zahler:innen mit sich: Wird eine Zahlung trotz eines Warnhinweises autorisiert, liegt die Haftung bei der zahlenden Person. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit dem neuen Verfahren vertraut zu machen und interne Prozesse entsprechend anzupassen.

Für Banken, Unternehmen und Zahlungsdienstleister bedeutet VoP nicht nur eine technische Umstellung, sondern auch eine Chance, die digitale Resilienz zu erhöhen und den Zahlungsverkehr zukunftssicher zu gestalten.

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